Das Fechten

Das Corps Montania ist eine schlagende Studentenverbindung und als solche erwarten wir, dass jedes Mitglied drei Partien auf die Farben unseres Corps ficht. Bei diesen wird mit Vertretern anderer Verbindungen unter festen Regeln scharf gefochten.

Das Bild von Mühlberg: Auf die Mensur (WIKIPEDIA) gibt eine Mensurszene um 1900 wieder.

Die Bestimmungsmensur ist kein Wettkampf gegeneinander, sondern eine gemeinsame Herausforderung, es gibt weder Sieger noch Besiegte.

Das Fechten aus persönlichen Gründen lehnen wir im Einklang mit den Regeln unseres Dachverbandes grundsätzlich ab!

Das Fechten fördert in besonderer Weise die Integration und den Zusammenhalt. Die regelmäßige Teilnahme an den Paukstunden erfordert Disziplin im Sinne von Selbstdisziplin und trägt dazu bei, dass die Corpsbrüder lernen, ihre Zeit einzuteilen. Nicht zuletzt ist das Fechten eine nicht zu verachtende sportliche Herausforderung.

Die Mensur ist ein bedeutsames Mittel der Persönlichkeitsbildung, da sind sich alle Corpsstudenten einig. Sie verhilft zur Aneignung von Selbstbeherrschung und Einsatzbereitschaft, charakterlichen Festigkeit, körperlichen Ertüchtigung und zur Pflege ritterlichen Geistes. Die Mensur ist vor allem ein gemeinschaftsförderndes Element, da sie die Verbundenheit der Corpsbrüder vertieft.

Die Kraft der freien Entscheidung, der Mut zum Risiko, die Bereitschaft, mehr zu leisten als der andere, der Durchhaltewille und die Durchhaltekraft und manchmal auch das nötige Quäntchen Glück machen auch später den kleinen Unterschied aus. Die Mensur trägt hier wesentlich dazu bei, dass der Einzelne die Schwelle vom Leistungsempfänger zum Leistungsträger, von der geführten Persönlichkeit zur Führungspersönlichkeit überschreitet.